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Der US-amerikanische Künstler Alex Katz (geb. in Brooklyn, N.Y. 1927) gilt als weltweit wichtigster Repräsentant des figurativen Realismus und entscheidender Wegbereiter der Pop Art in den USA. Das Werk des 2007 mit dem „Lifetime Achievement Award from the National Academy Museum“ ausgezeichneten Künstlers war seit 1951 Gegenstand von mehr als 200 Einzel- sowie nahezu 500 Gruppenausstellungen auf internationaler Ebene.

Alex Katz wird am 24. Juli 1927 in Brooklyn, New York als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren. Bereits im Kindesalter vermitteln ihm seine Eltern einen Zugang zur Kunst und bestärken ihren Sohn schließlich bei seinem Berufswunsch, der ihn zu einem Studium an die Cooper Union Art School in Manhattan, New York führt. In den Jahren von 1946-1949 wird er dort in Malerei sowie Theorien und Techniken der modernen Kunst ausgebildet. Die Jahre seiner Ausbildung fallen in die Zeit des abstrakten Expressionismus, sodass seine frühen Arbeiten von dieser Kunstströmung nicht unberührt bleiben. Doch Katz findet nach Studienabschluss seinen eigenständigen künstlerischen Ausdruck vollends in der figurativen Malerei. Während seines Stipendiums für ein Sommerstudium  an der Skowhegan School of Painting and Sculpture in Skowhegan, Main 1949/1950 wird er ferner ermutigt nach dem Leben zu malen, was sich als entscheidend für seine künstlerische Entwicklung erweisen soll und bis heute fester Bestandteil seiner Malpraxis ist.

Werke von Katz

Katz` bevorzugte Bildthemen sind seit jeher Landschaften und Portraits. Die Motive zu seinen Bildern findet der Künstler dabei in seiner unmittelbaren Umgebung. So bietet ihm die Landschaft von Main, wo er bis heute regelmäßig seine Sommer verbringt, Motive für Strand-, Wald- und Seebilder. Der Blick aus seinem New Yorker Atelierfenster wiederum inspiriert ihn immer wieder aufs Neue zu seinen Stadtansichten. Für seine Portraits stehen ihm Menschen aus seinem Bekannten- und Freundeskreis und, wie am Beispiel seiner oftmals portraitierten Frau und Muse Ada, auch Personen aus der eigenen Familie, Modell. Charakteristisch für Katz‘ Werke sind die auf hohem Maß stilisierten Darstellungen von Mensch und Natur. Sein einzigartiger künstlerischer Stil ist von der Reduktion auf das Wesentliche gekennzeichnet. Die Illusion von Dreidimensionalität interessiert den Künstler nicht. Vielmehr steigert Katz die Konzentration auf die jeweiligen flächig ausgearbeiteten Bildsujets zusätzlich durch den Einsatz von monochromen Flächen im Bildhintergrund, was zum stilistischen und unverwechselbaren Merkmal seiner Kunst wird.

Ab Beginn der 1960er Jahre beschäftigt sich Katz mit Massenmedien wie Film, Fernsehen und Plakatwerbung. Im Zuge dessen fertigt er großformatige Gemälde mit stark beschnittenen Gesichtern an. In seiner stilisierten Ästhetik entstehen so Arbeiten in denen der Realismus der Bildkonstruktion weicht und die in ihrer flächigen Farbigkeit an Werbeposter erinnern und somit in formaler wie auch in konzeptioneller Hinsicht die Anliegen der Pop Art vorwegnehmen.

Ab Mitte der 1960er Jahre erweitert Katz sein künstlerisches Handwerk, setzt sich mit der druckgrafischen Techniken auseinander und beweist einen virtuoser Umgang in Lithografie, Siebdruck, Radierung, Holz- und Linolschnitt. Nach 1964 bis in die 1970er Jahre portraitiert Katz zunehmend Figurengruppen seines sozialen künstlerischen Umfeldes von Malern, Dichtern und Kritikern. Ab den 1980er Jahren wendet er sich thematisch der Modewelt, insbesondere Models in Designerkleidung, zu. Bevorzugt er in den späten 1980er-90er Jahren großformatige Landschaftsbilder, die in ihrer reduzierten Bildsprache wie atmosphärische Lichtstudien wirken, überführt er seine Kunst mit Blumenbildern, deren Leinwände eine Überfülle an Blüten tragen, ins neue Jahrtausend.

Alex Katz erhält im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen für sein künstlerisches Schaffen. Seine vielfältigen Werke, in denen er virtuos Momente von purer Schönheit für die Ewigkeit auf Leinwand bannt, befinden sich derzeit in über 100 öffentlichen Sammlungen weltweit und sind bis dato von herausragender Bedeutung für die gegenwärtige Kunst.

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