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Foto von Andy Warhol mit Dackel
Andy Warhol hat die Kunstszene nachhaltig geprägt.

Andy Warhol – Künstler und Ikone

Der amerikanische Maler, Grafiker, Designer und Filmemacher Andy Warhol prägte insbesondere mit seinen seriellen Siebdruckarbeiten die Kunstrichtung der Pop Art wie kein anderer. Zeitlebens avancierte er selbst zu einer Pop-Ikone der Kunstszene. Seine Werke wurden zum Kult, ihre Verkäufe erzielten weltweite Rekordsummen („Silver Car Crash (Double Disaster)“ wurde 2013 für 105,4 Millionen US-Dollar versteigert) und sind heute gefragter denn je.

Vom Grafiker zum gefeierten Künstler

Warhol wurde 1928 in Pittsburgh, Pennsylvania unter dem Namen Andrej Warhola als Sohn slowakischer Einwanderer geboren. Seine kreative Ader entdeckte er dann bereits im Kindesalter. Von 1945 bis 1949 absolvierte Warhol am Carnegie Institut of Technology in Pittsburgh sein Studium im Fach Gebrauchsgrafik und zog im Anschluss daran nach New York. Die dynamische Stadt galt als damalige Hochburg der modernen Kunst. Von nun an arbeitete er als Werbegrafiker, Schaufensterdekorateur und erfolgreicher Illustrator für Marken wie Tiffany & Co., Vogue und Glamour Magazine.

Mit Beginn der 1960er Jahre wechselte Warhol in die freie Kunst und eröffnete 1962 sein Atelier, die „Factory“. Die zu einzelnen Ateliers umfunktionierte Feuerwache war nicht nur eine Arbeitsstätte, in der Mitarbeiter und Freunde an der „Produktion“ seiner Kunst mitwirkten. Sie war auch zentraler Treffpunkt für Intellektuelle und Künstler jener Zeit, von Schauspielern bis hin zu Musikern.

Im selben Jahr entdeckte Warhol den optischen Reiz der Reihung und Kombination. In seiner Factory schuf unter anderem die legendäre Reihe „Campbell‘s Soup Cans“- einer 32-fachen Wiederholung der frontalen Darstellung einer Suppendose. Diese präsentierte Warhol in seiner ersten Einzelausstellung als Künstler in der Ferus Gallery in New York.

Andy Warhol verändert die Kunstszene

Durchschlagenden Erfolg als Künstler erzielte Warhol schließlich, als er sich mit dem anhand von  Medienbildern transportierten Starkult um Filmstars, Rockmusiker und Pop-Ikonen wie Marilyn Monroe, Elvis Presley und Elizabeth Taylor auseinandersetzte. Die fotografischen Vorlagen, meist Pressefotos, stilisierte Warhol mittels knalliger und poppiger Farben, sodass die Portraits gleichermaßen verfälscht und verfremdet wurden. Die mehrfache, verschiedenfarbige Wiederholung desselben Motivs auf einer einzigen Leinwand wurde zu seinem Markenzeichen.

Ab 1967 vervielfältigte er seine Arbeiten mit Hilfe des Siebdrucks. Diese Technik war nicht neu – das Siebdruckverfahren war ursprünglich ein Mittel der Werbeindustrie -, doch Warhol machte sie populär. Er kommerzialisierte mit der durch das Verfahren einhergehenden Serialität seiner Arbeiten die Kunst und eröffnete der damaligen Kunstszene völlig neue Perspektiven. So entstanden in den 1970er-Jahren diverse Star-Portraits wie „Elvis Presley“ (1964), „Jackie Kennedy“ (1965), „Marilyn Monroe“ (1967) und „Che Guevara“ (1968).

Bis heute: Einzigartige Pop Art

Trotz seiner enormen Popularität, gefällt Warhols mitunter provokative Kunst nicht jedem. Dies gipfelt in einem Attentat am 3. Juni 1968, bei dem der New Yorker Künstler von der Radikalfeministin Valerie Solanas niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt wird.
Am 22.2.1987 verstirbt Warhol an den Folgen einer Gallenblasen-OP in Manhattan, New York. Andy Warhol hinterlässt ein umfangreiches Gesamtwerk: Es reicht von einfachen Werbegrafiken über Gemälde und Objekte bis hin zu Filmen und Büchern. So beeinflusst er die Kunstwelt bis dato nachhaltig.

 

Titelbild: Andy Warhol by Jack Mitchell

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