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Woran lassen sich Werke des Jugendstils erkennen? Wir stellen Ihnen diese Strömung der modernen Kunst und ihre Merkmale genauer vor.

Jugendstil: Entstehung und Entwicklung

Der Jugendstil ist eine Epoche der Kunstgeschichte und lässt sich in die Zeit der Jahrhundertwende vom  19. zum 20. Jahrhundert einordnen. Ihre Blüte erlebte diese Strömung  von ca. 1890-1910. William Morris und die „Arts and Craft“ Bewegung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts galten dabei als wichtige Vorläufer des Jugendstils. Der Name der Stilepoche geht auf die 1896 in München gegründete illustrierte Kulturzeitschrift „Jugend“ zurück.

Weitere Bezeichnungen für den Jugendstil, der sich in vielen Teilen Europas in divergierenden Kunstströmung äußerte, sind im Französischen Art nouveau, in Österreich Reformstil oder Secessionsstil, im Englischen Modern Style, im Italienischen Stile Floreale sowie Liberty und in Russland Modern.

Die Künstler des Jugenstils, im Besonderen die Maler jener Zeit, versuchten mit ihrer stilistischen Rückbesinnung auf die Natur Mensch und Umwelt in Einklang zu bringen. Dabei strebten sie eine Integration ihrer Kunst und Ästhetik im alltäglichen Leben der Menschen an. Ziel des Jugendstils war somit die Verbindung von Architektur, Kunsthandwerk und Kunst zu einem einheitlichen, ästhetischen Gesamtkunstwerk wodurch diese Strömung für Jedermann im Alltag gegenwärtig und erlebbar werden sollte. Die Stilrichtung des Jugendstils kann somit als eine künstlerische Gegenbewegung  zur rasanten Industrialisierung und der damit einhergehenden billigeren und massenhaften Fertigung von Produkten der modernen Industrie verstanden werden.

Woran sich Jugendstilwerke erkennen lassen

Die Natur galt als primäres Vorbild und Stilmittel für die Epoche des Jugendstils. Die Jugendstilkünstler leiteten ihre ästhetische Formsprache von der Natur ab und schufen mit ihren starken formalen Bezügen ein neues Design in der Kunst. Dabei wurde stets Wert auf die Dekoration von Flächen, Verwendung wertvoller Materialien sowie elegante Rahmen gelegt.

Kennzeichnend für den Jugenstil sind florale ornamentale Abstraktionen, dekorative fließende Linien sowie geometrische Formen. Neben Tieren und  mythologischen Gestalten galten Frauendarstellungen zu den beliebten Hauptmotiven der Stilrichtung. Oftmals wurden diese mit zartem Teint, wallendem und mit Blumen geschmücktem Haar sowie mit fließenden, leuchtenden farbkräftigen Gewändern dargestellt und verkörperten das Ideal von Harmonie und Schönheit.

Der Jugendstil zieht sich durch alle Gattungen der Kunst. Er findet seinen Ausdruck in der Malerei und Bildhauerei, in Möbeldesign und Architektur, in der Herstellung von Plastiken, sowie Schmuck und Glaswaren.

Berühmte Künstler des Jugendstils waren Alfons Mucha, Gustav Klimt, Henry van de Velde, René Lalique, Audrey Beardsley, Antonio Gaudi, Otto Wagner, Peter Carl Fabergé und Louis Comfort Tiffany.

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Bild: Alfons Mucha, Die Vier Jahreszeiten (public domain)

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