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Woran lassen sich Werke des Surrealismus erkennen? Wir stellen Ihnen diese Strömung der modernen Kunst und ihre Merkmale genauer vor.

Surrealismus: Entstehung und Entwicklung

Als Surrealismus bezeichnet man eine weltweite Strömung in Literatur, Malerei, Fotografie und Film, die um 1920 in Paris entstand. Der Begriff „Surrealismus“ wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Schriftsteller Guillaume Apollinaire geprägt und lässt sich aus dem Französischen von „surréalisme“ ableiten und mit den Worten „über dem Realen“ übersetzen. Begründet wurde der Surrealismus von einer Künstlergruppe, der neben den französischen Schriftstellern wie André Breton, Louis Aragon und Paul Eluard auch der deutsche Maler Max Ernst angehörte und zu der sich im Laufe der Zeit weitere Größen wie Salvador Dalí, Joan Miró, René Magritte und Luis Buñuel anschlossen.

Motive des Surrealismus

Die Künstler des Surrealismus setzten sich zum Ziel, innerhalb ihrer Werke eine übergeordnete Wirklichkeit, eine „Überwirklichkeit“ zu schaffen und das menschliche Bewusstsein zu erweitern. In den Mittelpunkt dieser Kunstrichtung traten somit jene Künstler und Schriftsteller, die das Traumhafte und fantastisch Widersinnige zum Thema ihrer Werke machten. Träume, Rauschzustände, Visionen, Wünsche, Begierden und Leiden galten als Quelle der künstlerischen Inspiration. Im Jahr 1924 veröffentlichte André Breton das erste Manifest des Surrealismus, in dem er die neue Bewegung in der Kunst vorstellte und deren Bezüge auf die, vom österreichischen Arzt und Psychologen Sigmund Freud begründete, Psychoanalyse darlegte. Die surrealistische Kunst wiedersetzte sich der damalig traditionell etablierten Kunstauffassung und galt zu jener Zeit als provokant und gewagt, bis hin zu anarchistisch.

Merkmale der surrealistischen Malerei

Die Hauptmotive sind klar gekennzeichnet und in Farbe und Form deutlich voneinander abgegrenzt. Die einzelnen Motive passen jedoch nicht zusammen. Ungewohnte oder gegensätzliche Gegenstände, Themen, Landschaften und Motive werden miteinander verbunden und bilden in ihrer Konstellation einen Kontrast, der das Bild verfremdet. Surrealistische Bilder lassen sich nicht rational erklären. Das individuelle Seelenleben des Künstlers ist ausschlaggebend für den Bildinhalt. Durch die fehlende Übereinstimmung zwischen Darstellung und Wirklichkeit erzeugt der Künstler somit seine künstlerisch individuelle Vision des Unterbewussten.

Die surrealistische Malerei lässt sich dabei in zwei Stilrichtungen einteilen, den hyperrealistischen Stil und den Automatismus als künstlerisches Verfahren. Künstlern wie Salvador Dalí, Rene Magritte und Yves Tanguy malten im hyperrealistischen Stil, indem sie die Objekte in ihren Werken detailgetreu und mit der Illusion von Dreidimensionalität in einer naturalistischen Umgebung darstellten. Künstler wie beispielsweise Juan Miró und Max Ernst bedienten sich darüber hinaus der Methode des Automatismus, indem sie spontan und unter Ausschluss der Vernunft malten, um somit das Unbewusste und das Unterbewusste zum Vorschein zu bringen.

Innerhalb dieser Kunstströmung entstanden neue Techniken des Malens und Schreibens wie Frottage, Grattage, Collage, Décalcomanie und Oszillation, mit denen es den Surrealisten möglich war künstlerisch die Gesetze von Logik und Vernunft zu überwinden.

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Titelbild: Joan Miró, das Lächeln mit flammenden Flügeln

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