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Was ist Dadaismus? Die Entstehung, wichtige Merkmale und Vertreter in der Übersicht.

Dada war nicht eine Kunstbewegung im herkömmlichen Sinn, es war ein Gewitter, das über die Kunst jener Zeit hereinbrach wie der Krieg über die Völker.
– Hans Richter

Dadaismus: Entstehung und Entwicklung

Als Dadaismus wird eine interdisziplinäre und kulturkritische Kunstströmung bezeichnet, die sich in den letzten Kriegsjahren zwischen 1916 und 1917 in der Schweiz entwickelte und anschließend nach ganz Europa, sowie in die Vereinigten Staaten ausbreitete. Der Begriff „Dada“ gilt dabei als Symbol und programmatisches Schlagwort der Bewegung und entstand im Jahr 1916 im Züricher “Cabaret Voltaire“.

Die Künstler Richard Huelsenbeck und Hugo Ball vertrieben sich dort angeblich die Zeit damit, den Künstlernamen für eine befreundete Künstlerin zu orakeln. Hierfür nahmen sie sich ein  Deutsch/Französisch- Wörterbuch zur Hand, tippten mit einem Zahnstocher auf das Wort „Dada“, das sich aus dem Französischen kindersprachlich mit Holzpferdchen übersetzen lässt und entschieden sich anschließend dieses Wort lieber der Kunstrichtung zu widmen, welcher sie sich seit kurzem verschrieben hatten. Dieser Mythos um die Namensgebung ist dabei richtungsweisend für die Konzeptlosigkeit und Ironie, die dieser Kunstrichtung unterliegt.

Was sind Motive des Dadaismus?

Die Dadaisten lehnten die damaligen politischen, moralischen und ästhetischen Werte ab und nutzten die Bewegung als eine Form des Protestes gegen die vorherrschenden gesellschaftlichen und künstlerischen Konventionen. Auch wenn der Dadaismus in seinem Wesen konzeptlos erscheint, galt der 1. Weltkrieg jedoch als ein zentrales Thema für die Dada-Künstler. Diese waren selbst zumeist aus kriegsführenden Ländern geflüchtete Exilanten und sahen sich als konsequente Gegner des Krieges. Mit ihrer ironischen, anarchistischen Antikunst wollten sie die Sinnlosigkeit des Krieges manifestieren. Darüber hinaus wurde im Dadaismus mit dem allgemeinen Kunstbegriff experimentiert, alles Neue und nicht Vertraute als Kunst angesehen, selbst Alltagsgegenstände zu Kunstobjekten deklariert. Sinnlosigkeit, sowie Zufall und Improvisation galten als Prinzipien und der Akt der Provokation stand im Vordergrund.

Die Dadaisten verbanden Primitives mit modernen Techniken, wodurch neue künstlerische Verfahren und Ausdrucksmittel wie die Collage, die Fotomontage, die Objektmontage (Assemblage, Materialcollage) und das Ready Made entstanden.

Wichtige Künstler des Dadaismus

Wichtige Künstler des Dadaismus sind Hans Arp, Man Ray, Kurt Schwitters, Hanna Höch, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco, Hugo Ball, Emmy Hennings, Marcel Duchamp, Max Ernst, Johannes Baader, Francis Picabia und Tristan Tzara. Dada-Hauptstädte waren neben Zürich und New York, Berlin, Hannover und Paris.

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