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Mit diesem Artikel können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen und herausfinden, ob sich auch unter Ihren Objekten Werke der Moderne finden.

Die Epoche

Der Begriff moderne Kunst, oder fachsprachlich: Kunst der Moderne, versammelt eine imposante Fülle an Stilrichtungen. Daran, über welchen Zeitraum die Kunst der Moderne sich genau erstreckt, scheiden sich die Geister und Fachpublikationen. Wir meinen damit die Kunst des 20. Jahrhunderts von etwa 1900 bis 1970. Aus der Kunst der Moderne geht die (je nach Definition der Auftraggeber ihr zugehörige) zeitgenössische Kunst hervor. Sie reicht bis zur Gegenwart, in der wir uns gerade jetzt befinden.

Doch nach 1900 geschaffen worden zu sein, ist nicht das einzige Kriterium, das ein Kunstwerk erfüllen muss, um der modernen Kunst anzugehören.

Merkmale moderner Kunst: Individualität gewinnt

Noch vielfältiger als die Produktionsmöglichkeiten, die den Kunstschaffenden seit Beginn des 20. Jahrhunderts zur Verfügung standen, sind die Stile ihrer Arbeiten. So gab es zwar Bewegungen wie Dada, Fauvismus oder Surrealismus mit ihren Stilrichtungen, doch keinen einheitlichen Stil – vielmehr prägte jeder Kunstschaffende mit eigenwilligen Ausdrucksmitteln einen höchst individuellen, unverkennbaren eigenen Stil.

Und genau daran lässt sich die Kunst der Moderne erkennen:

  • Sie ist subjektiv, indem sie nicht von tradierten Weltbildern ausgeht, sondern neue entwirft.
  • Sie ist originell, indem sie diese eigenen Ideen in einer eigens entwickelten Formensprache zum Ausdruck bringt.
  • Sie ist authentisch, indem sie sich nicht an Regeln wie z. B. der Proportionenlehre orientiert, sondern das Wesen der Dinge selbst darzustellen versucht.
  • Sie ist darin individuell wie die Weltwahrnehmung der Menschen, die sie erschaffen.
  • Sie ist offen für die Deutungen der sie Betrachtenden.

Doch aller Anfang war schwer: Gerade aufgrund ihrer Eigenwilligkeit hatten Kunstwerke der Moderne es anfangs gar nicht leicht, die Anerkennung zu gewinnen, die ihnen heute ihren Wert verleiht.

Auf zu neuen Medien: Formen moderner Kunst

Mit den technischen Neuerungen des 20. Jahrhunderts vervielfältigten sich plötzlich die Möglichkeiten der Kunstproduktion: Formen wie Fotografie, Installationskunst, Plastiken und Skulpturen, Collagen, Audiokunst und Videokunst konnten mit ganz neuen Mitteln geschaffen werden.

Flüchtige Formen wie Performances, die live oft nur einem kleinen Publikum zuteilwurden, konnten durch Dokumentationsfotos Kultstatus erlangen – ein berühmtes Beispiel ist Joseph Beuys‘ Aktion „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“.

Die Fülle der Medien reizte viele, die sich nicht auf ein Medium beschränken wollten, zur Verbindung medialer Mittel: in der Multimediakunst.

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